Palmbuschen – mehr als nur ein alter Brauch

Das Palmbuschenbinden des Trachtenvereins Alt Rosenheim fand heuer wieder nach zwei Jahren Pause am Dienstag vor Palmsonntag im Stadtjugendringsaal statt. Eingeladen waren auch die beiden anderen Stadtvereine „D´Innviertler“ und sowie der „Rosenheim I Stamm“.
Palmbuschen sind traditionellerweise Gebinde aus verschiedenen Naturmaterialien: Palmkätzchen und verschiedene grüne Zweige wie Buchsbaum, Wacholder, Stechpalme, Eibe, Zeder Segensbaum. Diese werden am Palmsonntag zur Weihe getragen und anschließend daheim im Herrgottswinkel aufgehängt – zum Schutz des Hauses und seiner Bewohner.

Die Jugendleiter haben im Vorfeld eifrig Palmkatzl und Grünzeug gesammelt und für alle interessierten Kinder und Erwachsenen der Vereine ausreichend Material zur Verfügung stellen können. Die Kinder banden gemeinsam mit den Jugendlichen aller Vereine und mit kleinen Hilfestellungen der Erwachsenen mit großem Eifer ihre Buschen. Teilweise wurden sie auch auf Stecken gebunden und mit bunten Bändern verziert. Auch für andere Bastelarbeiten war anschließend noch Zeit und so sind Armbänder, Schutzengerl und bunte Ketten aus Glasperlen entstanden. Nach getaner Arbeit konnte der schöne Nachmittag bei Kaffee und Kuchen noch gemütlich ausklingen.

Der Besuch von Katrin Stadler von BR Heimat hat uns besonders gefreut. Das entstandene Interview über den Ursprung und die Tradition des Palmbuschenbindens für war Teil der Sendung BR Heimat „Der Feierabend“. Überraschend besuchte uns auch Karin Wunsam, freie Journalistin und Betreiberin des Onlineportals „Innpuls.me“, um über das Palmbuschenbinden in Rosenheim zu berichten. Ihr Beitrag ist auch in den Samerberger Nachrichten online abrufbar:
https://www.samerbergernachrichten.de/247366-2/
Wir bedanken uns bei den beiden für ihr Interesse an unserem Brauchtum und für die interessanten Gespräche.

 

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